Europäisches Jahr des interkulturellen Dialogs
Das Europäische Jahr des interkulturellen Dialoges 2008 ist eine europaweite Sensibilisierungs- und Kommunikations-Kampagne, um Menschen näher zu bringen und um eine europäische Identität zu stiften. Wie Duisburg sich an der Aktion beteiligt und welche Möglichkeiten sich dadurch für Duisburg erschließen, wird im Folgenden aufgeführt.
Was hinter dem Projekt steckt
Durch die fortschreitende Erweiterung der Europäischen Union und der dadurch gestiegenen Mobilität der europäischen Bürger, werden die Gesellschaften der Mitgliedsstaaten zunehmend bunter. Der Grad an Multikulturalität steigt, dies kann man an der hohen Zahl unterschiedlicher Sprachen und verschiedener Glaubensbekenntnisse, sowie ethnischen und kulturellen Hintergründen, sehen.
Ziel ist eine weltoffene Unionsbürgerschaft
Ziel des Europäischen Jahres ist es, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger - insbesondere junge Menschen - für die Bedeutung des interkulturellen Dialogs im Alltag und im Berufsleben zu sensibilisieren. Den Menschen soll verdeutlicht werden, wie wichtig es ist, eine aktive und weltoffene Unionsbürgerschaft zu entwickeln, welche die kulturelle Vielfalt respektiert und gleichzeitig auf gemeinsamen Werten gründet.
Die EU fördert Projekte in Kultur und Sport
Gefördert werden eine große Bandbreite von Projekten und Veranstaltungen mit Bezug zu Kultur, Bildung, Sport, Migration, Religion und Minderheiten unter enger Beteiligung der Medien. Es soll damit Raum geschaffen werden für Begegnungen zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen, um kulturelle Vielfalt als Bereicherung und Chance erlebbar zu machen, Differenzen konstruktiv zu reflektieren und um Integration sowie wechselseitiges Verständnis zu fördern. Für die Umsetzung des Europäischen Jahres werden von der EU insgesamt 10 Millionen Euro bereitgestellt, Deutschland erhält rund 252.000 EUR davon. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend steuert den gleichen Betrag dazu, so dass insgesamt etwa 504.000 EUR für die Finanzierung von Projekten in Deutschland zur Verfügung stehen. Deutschlandweit werden beispielsweise acht größere Projekte durchgeführt, unter anderem gibt es rund um das Thema interkulturelle Kommunikation Workshops und Aktionstage an den ca. 1000 Volkshochschulen. Das Europäische Jahr des interkulturellen Dialoges dient damit der Förderung der europäischen Identität und Staatsbürgerschaft.
Was trägt Duisburg zum interkulturellen Dialog bei?
Die Stadt Duisburg verfügt bereits über sehr gute Strukturen, sowohl, um Duisburg besser in Europa zu positionieren, als auch, um Europa noch fester in Duisburg zu verankern. Mit dem Amt für Europaangelegenheiten der Stadt Duisburg, dem dort angesiedelten EUROPE DIRECT EU-Bürgerservice Duisburg - ein von der EU-Kommission gefördertes Informationszentrum für Bürgerinnen und Bürger - dem N.U.R.E.C.-Institute Duisburg e.V. sowie dem Jean Monnet-Lehrstuhl der Universität Duisburg Essen besitzt die Stadt bereits sehr kompetente Einrichtungen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Duisburger Bürgern Europa näher zu bringen. Das Jahr des interkulturellen Dialoges könnte dabei helfen, dieses Ziel schneller zu erreichen.
Ideen und Vorschläge der Bürger gesucht und gewünscht
Wie kann man den interkulturellen Dialog verbessern? Zum einen wurden Botschafter, bekannte Persönlichkeiten aus Sport, Kultur und Musik ernannt, die die Aktionen unterstützen sollen. Zum anderen können sich aber auch Bürger zu friedlichen Veranstaltungen zusammenfinden. Ein gutes Beispiel hierfür ist "Das Fest der Nachbarn" - ein europäisches Nachbarschaftsfest in Duisburg-Marxloh, das im Mai 2007 stattfand. Hier appelliert die EU an das zivilgesellschaftliche Engagement der einzelnen Bürger, dass diese Ideen und Vorschläge für Projekte ausarbeiten. Zu denken wäre an ein Bühnenprogramm mit Musik-, Tanz-, Kabarett- und Theateraufführungen aus verschiedenen Ländern, verbunden mit Diskussionsrunden und Informationsveranstaltungen zum Thema Europa.
Stadt Duisburg
Weiterführende Links zum Thema und eine Auflistung der Projekte finden Sie unter diesem
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