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Brüssel macht das Leben leichter

Europa als Garant für den Frieden

Die EU hat im letzten Jahr groß gefeiert: Ihren 50. Geburtstag. Die Feierlichkeiten sind vorbei, aber die Freude über eine politische Erfolgsgeschichte bleibt. Europa ist nicht nur ein Wirtschaftsraum, sondern auch eine Wertegemeinschaft, die ihren Bürgern große Chancen  verschafft. Welche das genau sind, ist einer Vielzahl der Deutschen nicht klar. „Duisburg in Europa“ liefert zehn Argumente dafür, dass die EU auch dem Duisburger Bürger das Leben vereinfacht.

 


 

Europa als Garant für den Frieden

Heute selbstverständlich, vor etwas mehr als 60 Jahren noch undenkbar: Frieden im Zentrum Europas. Vorbei die Zeiten, in denen Länder bittere Kämpfe gegeneinander führten: Die Europäische Union fördert ein partnerschaftliches und friedliches Zusammenleben. Heutzutage unterstützt die EU beispielsweise den Aufbau- und Ausbau demokratischer Strukturen vor allem in den neuen Mitgliedsstaaten in Osteuropa, aber auch außerhalb Europas setzt sich die EU für Frieden und Menschrechte ein. Durch unterschiedliche Kooperationen, wie zum Beispiel der Europäischen Nachbarschaftspolitik oder der Partnerschaft mit Afrika, wird der Friedensgedanke exportiert.

 

Europa schafft Arbeit

Mit fast 500 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern ist Europa einer der größten zusammenhängenden Wirtschaftsräume der industrialisierten Welt. Deutsche Unternehmen profitieren von dem Export in andere EU-Staaten. Aufträge aus ganz Europa schaffen und sichern Arbeitsplätze.

 

Europa sorgt für fairen Wettbewerb

Europa bietet mehr Wettbewerb, eine größere Produktvielfalt und günstigere Preise, z.B. in der Telekommunikation oder dem Luftverkehr. Nach dem Ende der nationalen Monopole sind viele Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger Europas deutlich günstiger geworden.

 

Europa fördert den Handel

Durch den Abbau von Handelsschranken (z.B. durch den Wegfall von Zöllen) und die einhergehende Zunahme des Handelns aller teilnehmenden Länder steigern Betriebe ihre Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftsleistung. Mittlerweile führt die EU als größte Volkswirtschaft weltweit, vor den USA und Japan.

 

Europa wahrt soziale Standards

Sozialer Schutz ist ein unverzichtbarer Bestandteil des europäischen Marktmodells. Europäische Regeln umfassen die Bereiche Sicherheit, Gesundheit, Information und Mitbestimmung am Arbeitsplatz. Darüber hinaus haben der Schutz der Wanderarbeitnehmer, die Gleichbehandlung von Männern und Frauen sowie die Nichtdiskriminierung Behinderter einen hohen Stellenwert.

 

Europa bringt Freiheit

Jedem EU-Bürger steht es frei sich überall in der EU aufzuhalten: zum Reisen, Leben, Lernen oder Arbeiten. Und das in einem 27 Mitgliedstaaten umfassenden Gebiet, das vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer reicht. Lästige Grenzkontrollen oder den teuren Geldumtausch muss dabei heute niemand mehr fürchten.

 

Europa bietet innere Sicherheit

Drogenhandel, organisierte Kriminalität, Terrorismus und illegale Zuwanderung müssen bekämpft werden. Wirksam kann dies nur in einem grenzübergreifenden Maße geschehen. Die EU schreibt daher eine gemeinsame Regelung mit hohem Standard in Visa-, Asyl- und Einwanderungspolitik vor und sorgt damit für hohe Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit.

 

Europa ist gemeinsam stark nach außen

Von der EU wird die Übernahme weltpolitischer Verantwortung erwartet: Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) ist im Zeitalter der Globalisierung für die EU-Mitgliedstaaten das Instrument nationaler Interessenwahrnehmung geworden. Die EU ist heute in der Lage, humanitäre Aufgaben, Rettungseinsätze, friedenserhaltende Maßnahmen sowie bestimmte Kampfeinsätze bei der Krisenbewältigung zu übernehmen, die Einzelstaaten nicht mehr leisten könnten. Um die Arbeit effizienter zu gestalten, wurde der ehemalige NATO-Generalsekretär Javier Solana zum ersten Generalsekretär und Hohen Repräsentanten der GASP ernannt, der dem Rat der EU zuarbeitet und in dessen Auftrag als Chef-Diplomat politische Gespräche mit Dritten führt. Beispielsweise führte er in den letzten Monaten Verhandlungen mit dem iranischen Unterhändler Ali Laridschani im Konflikt um die Atompolitik des Iran.

 

Europa bildet

Die EU hilft ihren Bürgerinnen und Bürgern Potentiale bestmöglich auszuschöpfen. EU-Bildungsprogramme (z.B. ERASMUS) unterstützen jedes Jahr mehr als 220.000 Europäer. Mit dieser Förderung wird ein „europäischer Forschungsraum“ geschaffen, der auch uns Deutschen den grenzübergreifenden Ideenaustausch ermöglicht.

 

Europa schützt unsere Umwelt und das Klima

Umweltverschmutzung ist ein Problem, das Grenzen überschreitet und eine globale Dimension annimmt: Im Kampf gegen die Klimaerwärmung ist Europa Vorreiter und Impulsgeber, an dem sich andere Länder ein Beispiel nehmen dürfen. Die Förderung eines „hohen Maßes an Umweltschutz und an Verbesserung der Qualität der Umwelt“ ist eine Aufgabe, die in der Union sogar Verfassungsrang hat.

 

 

Nadine Delistat

Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie unter diesem Link.