Der Mega-Multi-Maxi–Park
Gemeinsam mit der Europäischen Union und dem Land Nordrhein–Westfalen konnte die Stadt Duisburg mit dem Landschaftspark Duisburg – Nord einen weltweit einzigartigen Erlebnisraum schaffen. Der neu gestaltete Landschaftspark kann mit recht als ein kulturelles Highlight unserer Zeit bezeichnet werden.
Möglichkeiten schaffen
Nach dem Produktionsschluss 1985 verwandelte sich die Hütte nach und nach mit Unterstützung der Europäischen Union in eine reizvolle und beeindruckende Parklandschaft. Dank den Fördermitteln der EU kann sich der Strukturwandel im Ruhrgebiet von seiner schönsten Seite präsentieren.
Es war einmal
Früher brannten die Hochöfen 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr. Es glühten tausend Feuer in der Nacht und das Eisen, ohne das das moderne Leben nicht mehr vorstellbar war, floss pausenlos. Von 1903 bis 1985 produzierte man 57 Millionen Tonnen. Diese Zahl unterstreicht die enorme Bedeutung der Industriestätte für die Region Ruhrgebiet und dem wachsenden Wohlstand in der Republik.
Der Mega- Multi - Maxi - Park
Der heutige Sport-, Erlebnis-, Kultur- und Erholungspark umfasst eine Fläche von mehr als 200 Hektar. Der Park bietet Möglichkeiten für jedermann, egal ob man sich mal so richtig austoben möchte oder einfach nur Entspannung sucht.
Der Lernpark ermöglicht es Schulklassen in die Produktionsmechanismen von einst einzutauchen. Der Kletterpark im Erzbunker erspart Reisen zur Zugspitze und das Tauchrevier im alten Gasspeicher lässt Ägypten oder die Malediven ein Stückchen näher rücken. Action Pur gibt es auch für Kinder und Jugendliche. Unter dem Motto Park & Play ist vieles möglich, ob „Röhrenrutschen“, skaten in einer Half-Pipe, fahrradfahren im BMX-Parcours, Ballspielen im Street-Soccer-Field oder Beachvolleyball auf dem Sandplatz, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Eindrücke
Der Landschaftspark Duisburg – Nord stellt ein Paradebeispiel des Strukturwandels im Ruhrgebiet dar. Es lassen sich nirgendwo besser traditionsreiche Stätte und moderne Erlebniskultur miteinander verbinden. Und dieses ist nicht nur bildlich gemeint.
Wenn man an einem kalten Wintertag einsam über die stillgelegte Industrieanlage im Duisburger Norden entlanggeht, wird man fast demütig angesichts der gigantisch erscheinenden alten Hochöfen und nostalgischen Gebäuden. Man spürt immer noch den Geist der atemberaubenden Industriestätte, in der einst tausende „Malocher“ täglich ihrer Arbeit nachgingen. Das einst von der Öffentlichkeit abgeriegelte Werk ermöglicht es nun jedem von uns ein Stück Ruhrgebietskultur, ja sogar deutsche Geschichte einzuatmen.
Doch es ist ruhiger geworden in der stählernen Anlage im Herzen des „Ruhrpotts“. Wo einst lärmbetäubendes und kräftezehrendes Arbeiten angesagt war, wischen sich nun Hobby- und Profikletterer die Schweißperlen aus dem Gesicht. Taucher finden im alten Gasspeicher ein einmaliges Tauchrevier; Kinder und Jugendliche spielen Beachsoccer, vergnügen sich in einem originellen Spielparcours oder gehen allen möglichen Trendsportarten nach.
Doch mein absolutes Highlight war der Aufstieg auf die einzigartige Aussichtsplattform. Nachdem man über Stahltreppen seine Lunge und Beine gefordert hat, wird man mit einem ganz besonderen Blick über das westliche Ruhrgebiet belohnt. Wenn die feuerrote Wintersonne, eingebunden in das Hochofenpanorama, am Ende des grünen Ruhrgebietes am Horizont steht, muss man sich vor der industriellen Idylle und dem Naturschauspiel verneigen.
Mehr Park braucht kein Mensch!
Wer sich weiter informieren möchte, kann sich auf der
Homepage des Landschafsparks-Nord informieren. Weitere Eindrücke können Sie sich in unserer Bildergalerie machen.
Stephan Hohmann









